eparo – Digital Service Design

Das Blog von eparo.de

4. April, 2014

Service Design Drinks Hamburg bei eparo: Interaktion macht Marke

Die Teilnehmer der Service Drinks zu Gast bei eparo

Am vergangenen Dienstag waren die Service Design Drinks zu Gast bei eparo. Alle zwei Monate treffen sich Service-Experten, UXler und alle Interessierten zu Vorträgen und  zum informellen Austausch. Dieses Mal haben wir die Räumlichkeiten gestellt. Rolf hat zudem referiert zum Thema „Interaktion macht Marke“ (Folien auf Slideshare folgen demnächst).

 

Interaktion macht Marke

Rolf bei seinem Vortrag zu Interaktion macht MarkeHinter dem Thema steht die Beobachtung, dass die Interaktionen mit den Services einer Marke die Markenwerte in der Regel höchstens als Zufallsprodukt widerspiegeln. Dabei sollten, aus unserer Sicht, alle Touchpoints des Services diese Werte repräsentieren, um eine konsistente Markenwahrnehmung zu gewährleisten. Hier liegt noch viel Potenzial brach.

Nach dem kurzen Input folgte eine Hands-on Session, bei der die Teilnehmer sich mittels der Methode des Design Studios sich Gedanken zur Umsetzung des Markenwertes fair für die EthikBank machten. Ziel war es die ersten Prozessschritte der Beantragung eines Privatkredits bei der EthikBank möglichst fair zu gestalten.

 

Design Studio für die "faire Bank" - Service Drinks - Interaktion macht Marke

Die Ideen reichten von der schlichten hundertprozentigen Transparenz der Konditionen, über Einsatz der Zinsen für humanitäre Projekte und vielseitig andere Ansätze. Der Abend ist dann bei der Diskussion der Ergebnisse und einem guten Wein ausgeklungen. Vielen Dank an alle Teilnehmer und die Organisatoren!

 

 
27. Februar, 2014

eparo war 2013 unter den Top 5% bei Slideshare: Wir werden gelesen!

eparo top5 bei slideshare in 2013
Wir zählen mit unseren Beiträgen zu den Top 5% der Inhaltebereitsteller auf Slideshare. Unsere Beiträge wurden mehr als 5.500 mal angesehen!

Wir haben insgesamt elf Vorträge zu den Themen Service Design und UX hochgeladen. Unter anderem waren wir auf der IA und der iico Konferenz, dem Usabilitiy Kongress und dem World Usability Day vertreten, wo über 1.000 Zuhörer live dabei waren.

Wir bekommen zwar oft Lob und positives Feedback, aber dieses Votum der Slideshare-Nutzer zeigt, dass wir wohl zum Thema Digitales Service Design nützliches Wissen beitragen können. Darauf sind wir echt stolz.

Vielen Dank an alle, die unsere Inhalte angefragt, geteilt und geliked haben!

 
25. Februar, 2014

Service Design und Team-Entwicklung per OpenSpace-Konferenz

Wie ein komplettes Portal-Team den Neuanfang plant.

Alle haben sich eingebracht und waren "OpenSpace Astronauten"

Wir brauchen neue Ideen für unser Portal, die Teams arbeiten nicht optimal zusammen. Wie können wir das verbessern?” Mit diesen Fragen begann einer der spannendsten Aufträge der letzten Monate.

Wir haben eine Open Space Konferenz organisiert, um das komplette Team von Anfang an zu integrieren. Moderiert von Alexander Schilling (raumfuer) arbeiteten 42 Teilnehmer an der Neuorientierung des Unternehmens.
Das Ziel: Interne Abläufe sollten verbessert und das Produkt zukunftsfähig ausgerichtet werden.

Extra angefertigt: Blöcke für das Notieren von Ideen

Im Team waren 36 Mitarbeiter des Unternehmens, zwei Service-Design Consultants von eparo und vier extra rekrutierte Endnutzer. Komplett selbstorganisiert wurden 26 Themen identifiziert und an den zwei Tagen intensiv diskutiert.
Als Ergebnis wurden acht konkrete Projekte definiert, die in den nächsten Wochen bearbeitet werden.

Was gefällt mir? Wo möchte ich mich einbringen?

„Open Space ist einfach genial, um das gesamte Team einzubinden und Energien freizusetzen. Echtes Commitment und Mut im Unternehmen sind allerdings Voraussetzung, denn das Ergebnis kann man nicht steuern“, sagt eparo-Geschäftsführer Rolf Schulte Strathaus.
Zukünftig werde eparo diese Methode verstärkt anbieten: „Es wäre auch großartig, um z.B. mit allen Beteiligten einen großen Website-Relaunch anzustoßen.“

 

 
26. November, 2013

It`s time to share – Open Space Stammtisch Hamburg bei eparo 4.11.2013

Open Space Stammtisch bei eparo am 4.11.2013

Open Space Stammtisch bei eparo am 4.11.2013

„It`s time to share“ – unter diesem Motto hatten wir am 4.11. 2013 zum ersten Mal den Open-Space-Stammtisch bei eparo zu Gast. Organisator Alexander Schilling von raumfuer hatte wieder einmal zum eigenverantwortlichen und selbstorganisierenden Netzwerken eingeladen. 25 Teilnehmer*innen entwickelten eigene Ideen, tauschten sich in Workshops und abschließend in der großen Runde aus. Wie können wir das Teilen von Alltagsgegenständen organisieren? Wie lässt sich die Idee des change management in Unternehmen umsetzen? Diese und weitere Fragen wurden diskutiert. Open Space trägt auch den Beinamen „Kaffeepausenkonferenz“: „In dieser entspannten Atmosphäre tauschen sich die Leute – unabsichtlich – besonders angeregt aus und vernetzen sich.“ sagt Alexander.

Der Open-Space-Stammtisch findet weltweit an jedem 1. Montag der ungeraden Monate statt. Das nächste Mal am 6.Januar 2014 – wieder bei eparo.

Ich finde Open Space für unsere Projekte super spannend, um gerade zu Beginn eines Projekts wirklich alle Beteiligten einzubinden und deren Ideen ganz früh einfließen zu lassen. Open Space Methoden können uns daher sehr helfen, diese frühen “Alle sind dabei” Workshops erfolgreich durchzuführen”.

 
11. März, 2013

UX-Roundtable bei eparo: Das Unterbewusstsein zum Verbündeten machen…

Unbewusste Wahrnehmung, Neuromarketing und das Implizite sind die Hebel, um wirklich erfolgreiche digitale Produkte zu entwickeln. Das wollten wir im Rahmen des UX Roundtables in Hamburg am 4. März vermitteln. Konkreter: Wie funktioniert menschliche Wahrnehmung und wie kann ich das bei der Konzeption und Gestaltung optimal berücksichtigen?

Neurodesign und Implicit UX stoßen auf reges Interesse.

Viele Zuhörer beim UX-Roundtable

Viele Zuhörer beim UX-Roundtable

Intuitive Bedienbarkeit ohne Nachdenken zu müssen: Die Messlatte für wirklich gute digitale Produkte und Services liegt inzwischen schon ziemlich hoch. Intuitives Handeln geht natürlich nur über das Unterbewusstsein. Begriffe wie Neuromarketing und Neurodesign rücken daher als Themen ins Visier von Produktmanagern und UX-Designern.

Das wurde auch bei den Anmeldungen zum UX-Roundtable schnell deutlich. Ursprünglich sind wir von 40 Teilnehmern ausgegangen. Dann mussten wir die Zahl aufgrund immer neuer Anfragen fast im Zwei-Stunden-Takt auf schließlich 100 Teilnehmer erhöhen und einen guten Schwung Stühle mieten. Mit den üblichen Absagen waren am Schluss über 80 Gäste bei uns im Büro. Die Weinprobe von copito, dem Weingroßhändler bei uns im Gebäude, hatte da nichts mit zu tun. Das stand nicht in der Einladung :-)

Wir haben uns jedenfalls sehr gefreut über den bisher größten UX-Roundtable. An dieser Stelle daher nochmals vielen Dank für dieses enorme Interesse!

Hier die Slides zum Vortrag auf slideshare.com
Mehr zum Thema Implicit-UX gibt’s regelmäßig auf 53nord.de
Und der von Matthias Müller-Prove (@mprove) mitgeschnittene Ton im UX-HH Roundtable-Archiv

Implicit UX macht das Unterbewusstsein zum Verbündeten.

Im Kern ging es in meinem Vortrag „Unbewusste Wahrnehmung – Der vergessene Supercomputer“ um die Rolle des Unterbewusstseins für gute digitale Produkte und Services. Das Credo: Wirklich erfolgreiches UX-Design muss die unbewusste Wahrnehmung und die Erkenntnisse aus Neuromarketing und Implicit UX berücksichtigen. Neben vielen Beispielen aus der Forschung standen praktische Tipps für Konzeption und Design im Zentrum des Vortrags. Nach dem Vortrag gab es dann Wein von unserem Büronachbarn copito (www.copito.de) und noch sehr spannende Gespräche. Das Fazit dabei: Das Wissen um die menschliche Wahrnehmung ist die Grundvoraussetzung, um wirklich gute User Experience zu schaffen.

Zum Schluss: Das machen wir jetzt öfter!
Unser Fazit: Wir freuen uns noch immer über das Interesse an unserem Thema und denken, dass so ein Abend eigentlich die perfekte Nutzungsweise für unseren großen Flur ist. Bald feiern wir den Relaunch unseres benachbarten Weinhändlers. Das ist dann wieder eine schöne Gelegenheit für ein paar nette Gespräche und Gedanken – nicht nur zu Neuromarketing und Implicit UX. Einladung folgt.

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Nutzer sind wie Elefanten: Unbeirrbar zielorientiert

 
10. Januar, 2013

Zweitbeste iPad-App Deutschlands – Viel Lob für die Immonet-App

Es ist ja erst knapp drei Wochen her, dass Apple die Immonet iPad-App, an der eparo mitgewirkt hat, zur zweitbesten iPad-App des Jahres 2012 gekürt hat. Neben der Auszeichnung von Apple hat die Anwendung auch von anderer Seite bereits viel Lob erhalten. Einige Stimmen wollen wir hier wiedergeben:

Immonet iPad-App

Immonet iPad-App

Das Apple Team selber begründet seine Entscheidung wie folgt:

“Mit dieser intuitiven und intelligent umgesetzten Immobilien-App lassen sich die gewünschten Objekte schnell finden. Merk- und Favoritenlisten ganz einfach verwalten und vieles mehr.”

Für die Chip setzt die App neue Maßstäbe in der Immobiliensuche:

“Alles richtig gemacht, Immonet: Mit einer App wie dieser macht die Immobiliensuche auf dem iPad richtig Spaß. Wir stellen den PC beiseite und suchen Wohnungen nur noch mit dieser App.”

Computerbild lobt insbesondere das völlig neuartige Bedienkonzept:

“Mit der Immonet-App machen die virtuellen Besichtigungen richtig Spaß. Dafür sorgt die außergewöhnliche Bedienung, die die Funktionalität des iPad-Touchscreens nutzt.”

Was unseren Part angeht sagen wir Danke für so viel Lob – und versprechen, dass wir gerne mit weiteren Projekten nachlegen ;)

 
17. Dezember, 2012

Zweitbeste iPad-App 2012: eparo unterstützt bei Produktidee und Konzept

Apple kürt die Immonet iPad-App zur zweitbesten App 2012 – bei Konzeption und Entwicklung war auch eparo beteiligt! Wir finden das ist eine schöne Neuigkeit zum Jahresende 2012 und sind mächtig stolz.

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Schlanke Entwicklung – Perfektes Ergebnis

Faktisch war das Immonet-Projekt auch ein eparo-Projekt nach Maß: In kürzester Zeit – gerade einmal drei Wochen – sind wir mit dem Team von Immonet von der Entwicklung der neuen Produktidee, über deren Umsetzung in einem testfähigen Prototypen und User-Tests bis zur Definition des finalen Produktkonzepts gegangen. Technisch und im Visual Design haben die Kollegen von Immonet den Ball perfekt verlängert.

Ausführliche Beschreibung des Projekts unter http://www.53nord.de/immonet


Perfekte Zusammenarbeit mit Immonet

Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg war, dass Immonet etwas wirklich Einzigartiges wollte. Das Team war getrieben von der Suche nach einer überzeugenden Produktidee, hat die User Tests und Insights ernst genommen und sich immer für den konzeptionell besten Weg entschieden – auch wenn das teilweise technisch deutlich aufwendiger war. Unser Fazit: Genau so entwickelt man perfekte Produkte für User – und Apple sieht das offensichtlich ähnlich!

Link zum Apple-Ranking auf t3n unter http://t3n.de/news/apple-kurt-besten-iphone-432547/

 
14. November, 2012

Die Welt und ihr Usability Day

Vergangenen Donnerstag war ja wieder WUD-Time, und in bester Tradition fand auch der Hamburger World Usability Day 2012 wieder in den Räumen der HAW statt. Wie schon in den vergangenen Jahren, gab es auch dieses Mal wieder jede Menge Lobkärtchen für Vortragende und Organisatoren. Hier ein kurzer Rückblick auf die Veranstaltung und unsere, wie wir finden, sehr eigenständige WUD-Optik….

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Viel Programm: Workshops und Sessions

Wie schon in der Vergangenheit haben wir auch den diesjährigen WUD schon am Vormittag begonnen. Bereits ab 11:00 Uhr konnten die Besucher verschiedene Workshops belegen und in kleinen Runden zusammen mit den Vortragenden und anderen Teilnehmern an praktischen Beispielen arbeiten. Am Nachmittag fanden dann im  WUD-Camp in guter, alter Barcamp-Manier Sessions zu verschiedenen, spontan vorgeschlagenen Themen statt.

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Das Workshop-Angebot reichte dabei vom Einstieg in Usability-Testing-Basics (Sebastian Paul) und Live-Lab-Tests (Matthias Roloff, eparo) bis zu Workshops zu diversen UX-Kernthemen. So konnten die Teilnehmer eben beispielsweise dem Zusammenhang von Brand Experience und Interaction Design nachgehen (Markus Wienen, eparo), zu Vertrauen im Service-Design arbeiten (Didier Bertschinger/Ulrike Maischel, HID) oder vom richtigen Zeitpunkt für gutes UI Design erfahren (David Detzler, Ergosign). Am Ende standen Workshops zu Mobile Payment (Gunnar Hamm, Cellular) und Multiscreen-Design (Rolf Schulte Strathaus, eparo).

Echte Ergebnisse: Diskussionen und Insights

Diese Mischung aus festen Angeboten vormittags und offenen Runden am Nachmittag hat sich dabei wieder bewährt und bis zum Schluss überzeugt. Ein gutes Beispiel dafür war meiner Meinung nach beispielsweise die abschließende Diskussionsrunde zum Stichwort mobile first extrem spannend. So ziemlich jeder Besucher und Professional hatte sich dazu wohl bereits seine Gedanken gemacht und entsprechend hoch schlugen die Wellen in der Diskussion. Am Ende kam dabei nicht weniger heraus als die Einsicht, dass mobile first als Buzzword heute schon fast mehr schadet als nützt, wenn es, dogmatisch befolgt, den Blick für die wesentlichen konzeptionellen Fragen eher behindert als voranbringt.

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Aber nicht nur bei dieser letzten Session war beste Stimmung. Am Ende gab es viel Lob für alle Vortragenden. Bei den Kollegen von HID zum Beispiel konnten die Arbeitsergebnisse vom Vormittag vom Kreativworkshop am Vormittag bestaunt werden. Britta von Xing hat in ihrer Session das Thema Bildsprache behandelt. Markus hat mit seinen Teilnehmer Interaktionsprozesse zu Markenbotschaftern gemacht, und ich habe wieder über mein Lieblingsthema, die Konzeption für das Unterbewusstsein, referiert.

Gute Aussicht: Auf Wiedersehen in 2013

Für einigen Gesprächsstoff sorgte schließlich auch unsere individuelle 2012er WUD-Optik. Beim gemeinsamen Wein am Abend waren sich daher alle schnell einig: Die Welt braucht mehr dieser Tage – und 2013 machen wir daher einfach an genau dieser Stelle weiter…

 
5. November, 2012

eparo auf dem BCHH 2012

Schön war’s – für uns als Sponsor war das Barcamp Hamburg 2012 ein voller Erfolg: Mit zwei eigenen Sessions, tollem Feedback und vielen spannenden Themen im Raum „eparo“ war das diesjährige Barcamp aus unserer Sponsoren-Sicht eine vollauf gelungene Veranstaltung. Und klar: Das tolle Catering sowie das angenehme Umfeld in den Räumen von Otto haben das Ganze natürlich super eingerahmt. Nicht zuletzt daher ein großes Dankeschön an das Orga-Team!

eparo-Sponsoring BCHH12

Irrationale User und besseres Interaction Design: Unsere eparo–Sessions
eparo war mit zwei eigenen Session am Start: Zum einem haben wir an einem konkreten
Fallbeispiel dargestellt, wie irrational User teilweise agieren – und wie wenig das in klassischen User Experience Analysen oder Tests teilweise berücksichtigt wird. Wer hingegen einmal weiß, das der absolut überwiegende Teil unserer Wahrnehmung unterbewusst erfolgt, der wird ganz sicher auch diese impliziten Beweggründe seiner Nutzer kennenlernen wollen.

In unserer zweiten Session hat Markus gezeigt, dass nicht nur das Visual Design relevant ist für die Kommunikation und Darstellung einer Marke. Die zentrale Einsicht in aller Kürze: Auch das Interaction Design zahlt auf die Markenbildung ein. Bisher allerdings ist die klassische Aufteilung immer noch eher die, dass die Grafik die Marke kommuniziert und die Interaktionen vor allem gut funktionieren sollen. Aus Markensicht wird damit ein ganz wesentliches Potential zur Markenbildung vernachlässigt.

Die Folien zu beiden Session findet Ihr auf unserem neuen Blog www.53nord.de sowie auf www.slideshare.com.

Vielfalt jenseits von reinem Programmier-Know-How
Thematisch war das Programm wie immer bunt gemischt. Schon großartig, wie immer wieder spontan ein entsprechend vielschichtiges Programm zustande kommt. Unserer Wahrnehmung nach gab es allerdings dieses Mal deutlich weniger Sessions zu „harten“ Entwickler-Themen. Auf der anderen Seite haben sich zahlreiche Beiträge mit Fragen des Selbst- und Projektmanagements befasst. Wie bereits in den vergangenen Jahren hat schließlich auch das Thema Social Media viel Raum bekommen.

In diesem Sinn: Wir freuen uns definitiv auf das kommende 7. Hamburger Barcamp in 2013.

 
1. November, 2012

Speed-Dating: Eindrücke vom eco-Verband in Köln

Der eco-Verband hat eingeladen – und alle sind gekommen. Wir auch… Hier ein kurzer, persönlicher Bericht zum eco-Nachmittag zum Oberthema „Erfolgsfaktoren für eine moderne Webseite“.

Responsive Design, Emotional Design und Conversions-Raten

Eingeladen hatte die Kompetenzgruppe Online Marketing (ein lustiger Name, übrigens), um über die Themen “Responsive Design”, “Emotional Usability” und “Conversionrate-Optimierung” zu sprechen.

Dabei hat es der Moderator/Organisator der Veranstaltung, Torsten Schwarz, geschafft, 16 Referenten in etwas über 4 Stunden unterzubringen. So ziemlich alle, die im Bereich User Experience und Conversion Optimierung aktiv sind, haben Kurzvorträge gehalten. Das war gut, denn so habe ich einige alte Bekannte getroffen. Viel Zeit zum Reden blieb allerdings nicht, da es nur eine Pause gab.

Design für das Unterbewusstsein

Ich habe wieder über mein derzeitiges Lieblingsthema gesprochen: “Konzeption und Design für das Unterbewusstsein”. Anders als gemeinhin immer noch angenommen agieren Nutzer nämlich keinesfalls per se rational.

Vielmehr folgen User Entscheidungsmechanismen, die ihnen ihr Unterbewusstsein diktiert. Diese Prinzipien zu kennen und zu berücksichtigen hilft, um Interfaces so zu bauen, dass sie Nutzer von vorne herein auf den richtigen Weg bringen.

Der Vortrag ist auf Slideshare zu finden (Vortrag “User haben keinen freien Willen”).

… weitere Denkanstöße

Sabrina Duda von Emotional Usability hat einen guten Überblick über die Rolle der Emotionen beim Interface Design gegeben. “Emotional Design kann den User bei eventuellen Problemen versöhnlich stimmen.” Das sollte wohl jeder bei Design und Wording bedenken.

Jens-Christian Jansen von Pixelpark hat über die Rolle des Prototyping gesprochen. Allerdings hat er dabei noch ziemlich stark zwischen Prototypen fürs Grobe (Wireframes mit Axure) und echten HTML/CSS-Prototypen für Interaktion und Design unterschieden. Das sehe ich natürlich anders, da man ja mit Axure ziemlich gut und ziemlich leicht High-Fidelity Prototypen bauen kann.

“Remote Usability Tests” wurden von Thomas Weber von Uinspect vorgestellt. Das ist zwar unschlagbar günstig, aber ich hatte den Eindruck, dass man zu wenig Einfluss auf die Auswahl der Probanden nehmen kann. Und mir würde auch die ungefilterte, direkte Beobachtung der Probanden fehlen. Aber wer weiss, für das schnelle Aufspüren von größeren Usability-Problemen mag es taugen…
 – allerdings lassen sich diese Probleme auch durch Experten-Analysen von Schreibtisch aus identifizieren!

Einen sehr schönen Vortrag hat André Morys von der Web Arts AG gehalten. Auch er hat im Prinzip auf die Bedeutung von unbewusstem Verhalten der hingewiesen und Beispiele aus dem Buch von Dan Ariely “Predictably Irrational” zitiert. Am besten fand ich seine Testergebnisse zu grünen Häkchen: “Grüne Häkchen scheinen zu funktionieren, auch wenn man nichtssagende Texte reinschreibt.”

Die Cases von Ronald Hartwig von UID zu Responsive Design waren auch nicht schlecht. Sie haben meine Überzeugung gestützt, dass Responsive Design mehr sein muss als nur die automatisierte Änderung der Anzeige von Inhalten. Es geht vielmehr darum, zu entscheiden, welche Inhalte und Funktionen ich für welches Device/Display anbieten kann bzw. anbieten sollte.

… und eine zentrale Einsicht

Und auch insgesamt hat das  Thema Responsive Design für viel Ernüchterung gesorgt, denn es hat die ungemein stark gestiegene Komplexität beim User Experience Design deutlich gemacht. Der Konzeptions- und Designaufwand steigt schnell um den Faktor 3-4, wenn man seine Hausaufgaben richtig machen will.

Alles in allem eine interessante Veranstaltung.

…nur ein Date hat sich beim Speed-Dating nicht ergeben :-)