eparo – Digital Service Design

Das Blog von eparo.de

24. August, 2016

World Usability Day 2016 in Hamburg – Sustainable (Green) UX

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Der World Usability Day (WUD) 2016 findet am 10. November statt und wird wieder von eparo in Kooperation mit der HAW organisiert. Das diesjährige Schwerpunktthema Sustainable User Experience finden wir großartig, da es deutlich macht, dass unsere Arbeit auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen muss: Wie können wir Usability so gestalten, dass weniger Energie und Rohstoffe verbraucht werden? Wie tragen wir dazu bei, dass durch User Experience im Kontext der Vernetzung nachhaltige Formen des Zusammenlebens entwickelt werden?

Diese und andere Fragen zur Nachhaltigkeit können auf dem WUD gemeinsam diskutiert werden. Da in vielen Unternehmen Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus rückt, erwarten wir auch viele Teilnehmer aus anderen Bereichen, wie z.B. aus der Informatik, dem Ingenieurwesen oder dem Produktmanagement. In Vorträgen und Workshops wollen wir gemeinsam erarbeiten, wie Produkte effektiv, effizient und wiederverwendbar entwickelt werden können und wie nachhaltige Prozesse der Produktentwicklung Ziele wie Recycling, Wiederverwendung und schrittweise Verbesserung berücksichtigen können.

Die Teilnahme am Hamburger World Usability Day ist übrigens kostenlos!

Alle Infos zum WUD in Hamburg gibt es auf der Website: wudhh.de
Folge dem WUD auf twitter: @wud_hh

 
2. Juni, 2016

Produktreiferei #2 mit Veloyo

Produktreiferei Header

Alle zwei Monate testen wir eine Startup-Idee in unserer Produktreiferei. Das heißt es gibt von uns ein kostenfreies und offenes UX-Testing für ein Startup. Dabei können bis zu 20 Personen live zusehen und ihr Feedback geben. Die Beobachter können Nutzern über die Schulter schauen, lernen, wie UX-Tests funktionieren und helfen, die Produktideen zu verbessern. In der Kombination werden so aus Produktideen reife Produkte.

Das Startup: Veloyo  Plattform für mobile Fahrradreparatur

Copy of VLY_Back-DEDieses Mal war Veloyo bei uns. Veloyo bietet Nutzern die bequeme Buchung von Fahrradreparatur-Dienstleistungen über das Smartphone an. Der Nutzer knipst ein paar Fotos von seinem Fahrrad und den Schäden und verschickt die Anfrage zusammen mit dem georteten Standort des Rades. Anschließend meldet sich ein Mechaniker per Text-Chat beim Nutzer und stimmt einen Termin mit diesem ab. Über den Chat erhält der Nutzer dann Updates zur Reparatur.

Abgefahren! Ein Fahrrad im UX-Labor

IMG_0408Um das Nutzererlebnis rund um den Reparatur-Service möglichst ganzheitlich zu testen, haben wir keine Mühen gescheut. Wir haben Christian sein geliebtes Fahrrad abgeknöpft und es in unser UX-

Labor gestellt. Um die Test-Situation noch realistischer zu gestalten, musste noch ein Platten her und so fiel dann der hintere Fahrradreifen dem UX-Test zum Opfer.

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Den drei Probanden haben wir im Test unsere Eyetracking-Brille, die Tobii Glasses 2, aufgesetzt. Dadurch konnten alle Produktreifer quasi mit den Augen der Probanden sehen und genau mitbeobachten, was ein Proband am Smartphone tut und wo er dabei hinschaut. So konnten wir dank der drahtlosen Eyetracking-Brille live mitverfolgen, wie die Probanden um das Fahrrad herum gingen und dabei mit Smartphone-Kamera und Fahrrad interagierten.

Ergebnisse des Abends

AuswertungAuch diesmal wurden wieder eifrig bunte Post-Its beschrieben und unsere Workshop-Wand von unten bis oben vollgeklebt. Für die Auswertung schnappten sich jeweils zwei bis drei Produktreifer einen Themenkomplex, um die Ergebnisse zu sortieren und Erkenntnis-Cluster zu bilden.

Der Buchungsprozess wurde von allen drei Probanden ohne größere Schwierigkeiten durchlaufen. Vom Text-Chat mit dem Mechaniker waren die Probanden zwar überrascht – es klappte aber prima. Als Fazit kann gesagt werden, dass die Plattform von Veloyo bereits eine hochwertige User Experience bietet und es von Nutzersicht aus nur noch kleinere Akzente gibt, die weiter optimiert werden könnten.

 

 


Wir machen Sommerpause!

Der Sommer steht vor der Tür! Aus diesem Grund machen wir mit der Produktreiferei bis Ende August erstmal Sommerpause. Wir freuen uns schon auf weitere tolle UX-Testings im Herbst!

Wann genau es weiter geht, erfahrt ihr über unsere Meetup-Gruppe. Meldet euch gerne an: http://www.meetup.com/de-DE/Produktreiferei/events/229607151/

Du hast eine Produkt-Idee, die getestet werden soll? Dann geh auf unsere Seite und schreib uns: https://www.eparo.de/produktreiferei

 
28. April, 2016

Boys Day 2016: Marek und Jones bei uns im Büro

boys-day bei eparo-13Am 27.4. ist Boys Day und alle Jungs haben schulfrei wenn sie ein Unternehmen besuchen, um zu sehen, wie arbeiten geht. Mein Sohn Marek und sein Kumpel Jonas waren für einen Tag bei uns im Büro. Gelockt haben wir sie mit der Aussicht, unsere neue Eyetracking-Brille mit Minecraft, ihrem Lieblingsspiel, auszuprobieren. Und damit es sich richtig lohnt, haben wir noch den Hund mitgenommen.

boys-day bei eparo-5 Die beiden hatten viel Spaß mit der Brille. Jenny hat ihnen gezeigt, wie sie mit der Eyetracking-Brille umgehen müssen und die beiden haben dann Minecraft gespielt und diverse Apps am iPad ausprobiert.

Am Schluss rannte der eine mit der Brille rum und der andere hat es am Bildschirm beobachtet. Als sie dann unserem Hund die Brille aufsetzen wollten, mussten wir allerdings eingreifen.

Zum Abschluss dann noch ein Business Lunch und die zwei neuen UXler waren überzeugt.

Hier noch ein kurzes Video und ein paar Bilder über die Eyetracking-Erlebnisse von Marek und Jonas:

Und der Hund war auch ganz entspannt…

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19. April, 2016

Axure 8 ist released

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Endlich ist die finale Axure Version 8 herausgekommen und ihr könnt eure Kundenprojekte nun mit der neuen Version angehen. Das Update ist kostenlos und ist echt den Download wert! Hier ist der Link zum Download: http://www.axure.com/download

Eine Übersicht der wichtigsten Neuerungen findet ihr unter der Seite von Axure oder in unserem vergangen Beitrag: Neues in Axure 8. Während unseres letzten Beitrags wurde noch allerhand verändert. Das sind kurz die weiteren Neuerungen, die noch hinzugekommen sind:

Die Benutzeroberfläche hat einen frischen Anstrich bekommen und kann sogar noch über View>Toolbars>Customize Main Toolbar… an die eigene Bedürfnisse angepasst werden kann.

Außerdem gibt es die Möglichkeit für jede Seite individuell festzulegen, ob man auf dieser Adaptive Views nutzen möchte. Davor wurde diese Einstellung im gesamten Prototypen festgelegt.

Leider ist es immer noch nicht möglich Vektorgrafiken in Axure außer als eingefügtes Bild zu nutzen. Aber immerhin gibt es nun eine integrierte Standard Icon Library, bei denen die Icons beliebig eingefärbt und skaliert werden können.

Wer sich einmal Gedanken machen möchte, was ein gutes Prototyping Tool ausmacht und an einen Vergleich zu dem neu entwickelten Tool Adobe Experience Design interessiert ist, der ist herzlich zu den AXChange Meetups eingeladen:
Hamburg – Mittwoch, 20. April 2016
Berlin – Donnerstag, 28. April 2016

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5. April, 2016

eparo goes Holacracy: So fängt es an.

amsterdam roadtrip blog

Veränderung muss her

Wir versuchen schon seit bestimmt 2-3 Jahren, uns anders zu organisieren, da die Arbeiterei so keinen Spaß macht. Irgendwann fingen meine Kollegen an, von mir als „dem Chef“ zu sprechen. Und ich hatte das Gefühl, dass alle sich darauf verlassen, dass „der Chef“ sich schon kümmert. So hatte ich mir das nicht vorgestellt und die ersten ernsthaften Burn-out Symptome tauchten auch bald auf.
Also haben wir angefangen, rumzuprobieren:

  • In einem Team-Wochenende haben wir die Probleme analysiert und gemeinsam einen ganzen Katalog von Maßnahmen definiert für mehr Wertschätzung und bessere Zusammenarbeit. *Ging im Tagesgeschäft unter*.
  • Wir haben Teams gebildet, die sich um definierte Themen kümmern wollten, ohne dass ich reinrede. *Ging im Tagesgeschäft unter*
  • Wir haben die Anfänge von Unternehmensbürokratie (Urlaubsanträge, Einkäufe etc.) wieder eingedämmt. *Das hat funktioniert*

So richtig gut war das alles nicht. Aber wir hatten weder die Energie noch die Zeit, uns intensiv mit uns selbst zu beschäftigen. Irgendwie lief es dann doch ja ganz ok…

Ruben erklärt Holacracy

Wir hatten natürlich auch schon von Holacracy gehört, uns aber nie ernsthaft damit befasst. War irgendwie so ein Modethema aus dem Silicon Valley…
Aber dann kam Ruben Zimmermann (@rubzie), Gründer von Springest.

Er hatte Chris im Beta-Haus getroffen, wo er einen Vortrag über Holacracy bei Springest gehalten hat. Er war für drei Monate in Hamburg und hat in den verschiedenen Hamburger Co-Working-Space gearbeitet. Chris hat ihm dann angeboten, dass er auch gerne bei uns arbeiten könne. Das bieten wir ja schon mit der Arbeitsfrische einmal im Monat an und ein Platz findet sich eigentlich immer.
Beate hat dann den Ball aufgenommen und Ruben gleich gebeten, uns mehr zu Holacracy zu erzählen. Unser rudimentäres Wissen dazu wird schon daran deutlich, wie wir Holacracy geschrieben haben:-)

Alles, was Ruben erzählt hat, klang richtig gut. Wir haben auch direkt einige Sachen bemerkt, die unseren eigenen Startversuchen gefehlt haben:

  • Der Fokus auf Metriken in allen Meetings sorgt dafür, dass es sofort auffällt, wenn etwas nicht so läuft, wie gewünscht.
  • Die Verpflichtung jedes Einzelnen, alles was Bauchschmerzen macht, direkt anzusprechen und zu ändern, sorgt für kontinuierliche Verbesserung.
  • Rollen mit klaren Verantwortlichkeiten geben jedem die Sicherheit, was sie/er entscheiden kann.
  • Keine Abstimmungen, sondern über die „integrative Entscheidungsfindung“ Entschlüsse nach dem Content-Prinzip
  • Die völlig transparente Dokumentation von allen Festlegungen und Entscheidungen über Asana als unverzichtbare Klammer.

Das klang alles richtig gut und passte auch super zu den Ansätzen, die wir selber schon probiert hatten.
Dazu wollten wir mehr wissen. Ruben hat dann gleich Kontakte zu Valsplat und Concept7 hergestellt, die auch Holacracy eingeführt haben.

Holacracy Roadtrip nach Amsterdam

Beate und ich haben dann direkt Rubens Einladung „Kommt doch einfach mal zu Springest nach Amsterdam, dann könnt ihr Holacracy live erleben und mit anderen Leuten sprechen.“ zum Anlass genommen, über Ostern eine Woche nach Amsterdam zu fahren. Neben Springest gleich auch noch einen Besuch bei Valsplat organisiert und über Airbnb eine Unterkunft auf einem Schiff besorgt. Wenn schon, dann stilecht…

 

Wir besuchen Springest

springestSpringest ist ein Startup mit inzwischen 40 Mitarbeitern. Springest betreibt ein Portal für Weiterbildungsangebote, wo Kursanbieter ihre Kurse einstellen und Interessenten Kurse buchen können.
Bei Springest konnten wir direkt bei einem „Tactical Meeting“ dabei sein. Angefangen mit dem Check-in und den aktuellen Zahlen ging es direkt zum Projektstatus in den Projekten im Kreis. Wichtigster Teil des Meetings war dann die Aufnahme und das Abarbeiten von „Tensions“. Durch den Facilitator lief das ganze sehr strukturiert ab. Man hat gemerkt, dass Springest schon lange mit Holacracy arbeitet. Lustig war, dass alle sich kleine Notizen mitgebracht hatten, um ihre Themen/Tensions nicht zu vergessen.
Ruben hatte nicht zu viel versprochen. In dem Meeting wurde sehr strukturiert ohne wilde Diskussionen sehr viel erreicht.
Nach dem Meeting hat uns Matt noch fast zwei Stunden alle unsere Fragen rund um Holacracy beantwortet. Interessantes Detail: Eine seiner Rollen war „Holacracy Botschafter (oder so ähnlich)“.
Dabei wurde deutlich, dass auch mit Holacracy die Bedeutung von Führungsrollen nicht von heute auf morgen weg ist. Ruben hatte sehr klar einige der Schlüsselrollen besetzt und kann damit die Strategie stark vorgeben und wichtige Entscheidungen beeinflussen. Auch Matt hat deutlich gemacht, dass nicht alle Mitarbeiter gleich sind. Einige haben nur wenige, klar fachliche Rollen während andere Mitarbeiter durchaus schon mal 30 oder mehr Rollen haben können.
Hier muss man sicherlich sehr aufpassen, dass man die alten Hierarchien nicht unbewusst aufrecht hält.
Aber alles in allem waren Beate und ich ziemlich beeindruckt.

1:0 für Holacracy.

 

Wir besuchen Valsplat

valsplat firmenschildAm nächsten Tag waren wir dann bei Valsplat zu Gast. Valsplat ist das holländische eparo, nur doppelt so groß und rein fokussiert auf UX-Testing und User Research. Das war für uns sehr lehrreich, da es so viele Parallelen zu unserer Situation gab.
Bei Valsplat konnten wir zuerst mit Joris Leker, einem der beiden Gründer sprechen. Auch bei Valsplat war die Hauptmotivation, Holacracy einzuführen, der Wunsch, die Rolle der Gründer zu reduzieren und so besser wachsen zu können.

 

Joris Leker erklärt uns Holacracy bei Valsplat

Joris hat uns einen guten Überblick über die Rollen und Kreise bei Valsplat gegeben. Interessant war dabei, dass sich Rollen und Kreise tatsächlich ständig im Fluss befinden. Sätze wie „Den Kreis haben wir gerade eingerichtet“ oder „Die Rolle haben wir wieder abgeschafft.“ haben wir mehrfach von Joris gehört.

Nach dem Gespräch mit Joris konnten wir noch bei Valsplat Mittagessen und haben dort Nils van den Broek, den anderen Gründer getroffen. Er hat im Prinzip die Einschätzungen von Joris bestätigt.
Das Mittagessen war überhaupt sehr beeindruckend. Jeden Mittag essen die Valsplat Kollegen gemeinsam. Vorbereitet wird das Essen (Salate, Brot etc.) von einer Kollegin, die diese Rolle übernommen hat. Die Stimmung war sehr gut, vor allem auch das Tischtennisspielen hinterher. Das gemeinsame Mittagessen wollen wir direkt für eparo übernehmen. Ob wir allerdings drei Sorten Erdnussbutter haben werden, weiss ich noch nicht.

2:0 für Holacracy

 

Wir treffen eine Entscheidung

Zwei Termine, zweimal überzeugt. Für uns war die Entscheidung für Holacracy klar:

  • Holacracy ist ein komplett durchdachtes System mit dem man starten kann. Sollten sich Schwächen offenbaren, ist Holacracy flexibel genug, um Änderungen zuzulassen
  • Wir sind nicht alleine. Wir hatten den Eindruck, dass es einen guten Zusammenhalt und fachlichen Austausch in der Holacracy-Community gibt. Wenn wir auf Probleme stoßen, wird es einfach sein, Ruben, Matt, Joris, Nils oder andere Holacracy-Praktiker um Rat zu fragen.

Einziger Wermutstropfen ist das enge Korsett, das durch HolacracyOne (das Unternehmen des Holacracy-Erfinders Brian Robertson), für Holacracy-Coaches und für die Nutzung der Marke „Holacracy“ aufgesetzt hat. Aber das warten wir einfach mal ab.
Als nächstes holen wir das Team ab, besorgen uns Unterstützung durch einen Coach und starten auf die Holacracy-Reise.

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21. März, 2016

NUMBER26 – Das Positiv-Beispiel für Banken?

number26-verifikation

Wie wird die Bank der Zukunft aussehen? Schon 2013 haben wir Prof. Dr. Jürgen Moormann in einem Interview gefragt und mögliche Gründe für die fehlende Modernisierung von Banking Services erfahren.

Diesmal schauen wir von der anderen Seite und haben dafür eine Bank ausgesucht, die bereits mit ihrem Konzept sich von anderen Banken unterscheidet. Ziel von NUMBER26 ist nämlich kein geringeres, als die Bank für die Hosentasche zu sein – von der Kontoeröffnung über die Überweisung bis hin zur Kartensperrung. Und der Erfolg gibt NUMBER26 recht: schon nach einem Jahr zählt die Bank mehr als 100.000 Kunden.

Aber wir wollten es genau wissen: Wie hat das Team bei NUMBER26 zusammen gearbeitet? Wie war der Entwicklungsprozess? Und wie wurden die rechtlichen Hürden, die eine Bank zu erfüllen hat, gelöst? Diese und weitere Fragen haben wir Helena Treck von NUMBER26 gefragt.

eparo: Wie verlief euer Konzeptionsprozess?

NUMBER26: Vor allem Valentin hatte bereits Erfahrung im FinTech Bereich durch seine Zeit bei Payleven und Paymills. Wir haben beobachtet, dass es in verschiedenen B2B Nischenbereichen Innovation im FinTech Bereich gab, der B2C Bereich in Deutschland noch ausschließlich von traditionellen Banken bedient wurde. Also haben wir uns an das Herzstück von Banking gewagt: Das Girokonto.

eparo: Und wie seid ihr vorgegangen? Womit habt ihr begonnen?

NUMBER26: Wir haben uns jeden Schritt im Banking einzeln angeschaut und hinterfragt ob das so nötig ist und wie man es besser gestalten kann. Muss man für die Konteröffnung in die Filiale? Nein. Muss eine Kartensperrung übers Telefon laufen? Nein. Und muss sie final sein? Nein. Muss die Karte in einem Brief geschickt werden? Nein. Sobald die Parameter abgesteckt waren, konnten wir kreativ werden. Und so sind wir zu dem Produkt gekommen das unsere Nutzer nun lieben. Wir entwickeln es immer weiter.

eparo: Ihr habt ja sicher nicht von Null auf angefangen. Was waren die wichtigsten Aspekte für euch beim Product Discovery Prozess?

NUMBER26: Erst hatten wir ein Konto für Jugendliche entwickelt, bekamen dann aber das Feedback von Freunden und Kunden, dass so ein Konto auch für eine größere Zielgruppe interessant ist. Nach Probleminterviews zum Thema Banking mit 100 Testpersonen und intensiven Feedbackloops haben wir den Prototyp gebaut. Bestätigt durch die größere Nachfrage in den Testfamilien war klar, dass wir NUMBER26 – wie es heute ist – umsetzen werden: Ein Girokonto für jeden, der transparentes Banking sucht. In die offene Phase sind wir nach einer internen Betatestphase übergegangen. Bei allen Schritten steht bei uns immer die User Experience bzw. Usability und Weiterentwicklung des Produkts im Vordergrund.

eparo: Das PostIdent-Verfahren ist nach unserer Erfahrung eine der größten Hürden für Neukunden von Banken und Versicherungen. Wie habt ihr es hinbekommen, das lästige PostIdent-Verfahren durch so etwas simples wie Video Chat zu ersetzen? Was habt ihr anders gemacht, als die größeren Banken?

NUMBER26: Wir arbeiten mit IDnow für die Identifizierung zusammen. Sie sind auch ein junges Startup, deswegen konnten wir ihre Services so schnell bei uns integrieren. Mittlerweile haben zwar auch traditionelle Banken dieses System integriert, allerdings ist es nicht so elegant und natively in deren Sign-up Prozesse eingebunden.

eparo: Das kann ja auch rechtlich schnell in die Hose gehen. Wie hart habt ihr gekämpft, um auch einen rechtlich-sauberen Service bieten zu können?

NUMBER26: Die Vereinbarung mit unserer Partnerbank Wirecard beinhaltet, dass sie sich um die regulatorischen Themen im Hintergrund kümmert, während wir für die Customer Experience verantwortlich sind. Wenn man seine Kunden und die zugrunde liegende Sicherheitsansprüche gut kennt, ist es mit Kreativität möglich auch in diesem strengen Rahmen die User-Experience zu verbessern.

eparo: Bei der Entwicklung einer neuen Bank ist Teamwork auf Augenhöhe gefragt – und sicher nicht immer einfach. Wie habt ihr im Team zusammen gearbeitet? Was für Abläufe hattet ihr?

NUMBER26: In der ersten Testphase bis zum Launch hat unser kleines Team von rund 10 Leuten sehr nah am Produkt gearbeitet. Schon damals haben wir sehr dynamisch gearbeitet, wobei sich jeder individuell mit eingebracht hat. Nach dem Launch stellten wir unsere ohnehin agilen Methoden komplett auf Scrum um und Design- sowie Quality Assurance fest in unsere Sprints integriert. Als das Team um das Produkt herum gewachsen haben wir unsere Strukturen und Abläufe natürlich nach und nach ausgebaut. Mittlerweile haben wir natürlich auch Marketing-, Customer Service- und Operationsteams, die nicht direkt am Produkt arbeiten, und hervorragend als Betatestgruppe fungieren.

eparo: Wie sieht dabei eure Unternehmenskultur aus? Gibt es eine stark-hierarchische Struktur oder ist es vielmehr wie in einem Startup mit flacher Hierarchie?

NUMBER26: Unsere Strukturen sind immer noch sehr flach. Jeder, der Ideen hat kann und soll sich mit einbringen und die Initiative ergreifen.

eparo: Glaubt ihr, dass eure Unternehmensgröße und eure Unternehmenskultur mit dem Endergebnis zusammenhängt? Wäre das auch in einer der großen Banken möglich gewesen?

NUMBER26: Auf jeden Fall gibt es da eine starke Wechselwirkung. Zum Einen haben wir schlanke Strukturen ohne Filialen und können ohne einen administrativen, über Jahre gewachsenen Overhead sehr effizient arbeiten. Zum Anderen haben wir ein herausragendes Team, mit sehr talentierten und überdurchschnittlich motivierten Mitarbeitern. Wir glauben hier alle an unsere Vision und scheuen uns nicht davor Dinge einfach auszuprobieren. Da müssen große Banken an viel mehr Fronten kämpfen als wir.

 
15. März, 2016

eparo Produktreiferei – Auftakt mit Meisterwerk

Produktreiferei Header

Alle zwei Monate testen wir eine Startup-Idee in unserer Produktreiferei. Von uns gibt es ein kostenfreies, offenes UX-Testing für ein Startup. Dabei können bis zu 20 Personen live zusehen und ihr Feedback geben. Die Beobachter können Nutzern über die Schulter schauen, lernen, wie UX-Tests funktionieren und helfen, die Produktideen zu verbessern. In der Kombination werden so aus Produktideen reife Produkte.

Frisches Brot und echtes Nutzer-Feedback

Meisterwerk_TeaserFür die erste Testing-Runde haben wir uns Vollkorn Internet mit ihrer Produktmarke Meisterwerk auf’s Korn genommen. Am 10. März versammelten sich das Team um Meisterwerk sowie die Produktreifer in einem unserer großen Workshopräume. Es sollte ein spannender und auch lehrreicher Abend werden.

Von Jan gab es eine kurze Einführung wie wir bei eparo testen, beobachten und auswerten. Unsere bunten Post-Its lagen schon bereit. Mit drei Probanden haben wir das gesamte Nutzererlebnis rund um das Produkt getestet: von Website über Online-Bestellvorgang bis hin zum Unpackaging eines Brotback-Sets. Neben live gestreamtem Nutzer-Feedback gab es frisches, selbstgebackenes Brot für die Beobachter. So konnten wir uns im Anschluss gut gestärkt an die Auswertung machen.

Key Learnings direkt zum mitnehmen

Auswertung_MeisterwerkIm Großen und Ganzen wurden Website und Packaging positiv von den Probanden aufgenommen. An verschiedenen Stellen gab es jedoch auch Unstimmigkeiten und Verwirrung. Während der Tests zeichneten sich schnell gewisse Auffälligkeiten und Probleme beim Umgang mit Website und Verpackung ab und im Laufe des Abends haben wir alle eifrig Post-Its beschrieben.

Anschließend haben wir die gesammelten Ergebnisse gemeinsam an der Wand sortiert und verdichtet. Ein bis zwei Produktreifer übernahmen dabei jeweils ein Erkenntnis-Cluster und stellten dieses vor. In der Runde wurden dann Verbesserungsvorschläge diskutiert und ebenfalls auf Post-Its notiert. So haben wir in 3,5 Stunden im Schnelldurchlauf 3 reale Zielgruppenvertreter getestet und zu den zentralen UX-Knackpunkten direkt konkrete Optimierungslösungen erarbeitet. Vollkorn Internet konnte somit direkt am gleichen Abend wichtige Learnings mit nach Hause nehmen.

Allgemeine Key Learnings des Abends:

  • Die Startseite sollte dem Nutzer kurz das Produkt erklären und dann direkt zur Produktauswahl führen.
  • Die Hauptnavigation sollte nach Prioritäten des Nutzers strukturiert werden.
    (Startseite als One-Pager wurde nicht verstanden, aktuelle Auswahl im Menü wird nicht visualisiert)
  • Affordanz für klickbaren Content sollte verstärkt werden.
    (Verlinkte, klickbare Bilder wurden nicht als solche wahrgenommen)

 

Die nächste Produktreiferei findet am Donnerstag, den 19. Mai 2016 um 16:30 Uhr bei uns statt.

Anmelden als Beobachter über unser Meetup: http://www.meetup.com/de-DE/Produktreiferei/events/229607151/

Du hast eine Produkt-Idee, die getestet werden will? http://www.eparo.de/produktreiferei

 
22. Dezember, 2015

Axure 8 – Alle Events erklärt

Axure zeichnet sich seit Jahren gegenüber anderen Prototyping Tools dadurch aus, dass jede Idee bis zum High-Fidelity Prototyp erstellt werden kann. Grund dafür ist eine riesige Anzahl an Events, die zahlreiche Aktionen auslösen können. In der neuen Version 8 sind nun noch mehr Events hinzugekommen und die Möglichkeit, diese an den meisten Widgets aufzurufen. Um den Überblick zu behalten, haben wir eine Liste mit allen Widget-Typen und deren Events erstellt.

151222_Axure 8 - Events Overview

Und hier noch eine kurze Erklärung zu jedem Event:

OnClick: Wenn das Widget geklickt wird.
OnMouseEnter: Wenn der Mauszeiger über das Widget bewegt wird.
OnMouseOut: Wenn der Mauszeiger den Bereich des Widgets wieder verlässt.
OnDoubleClick: Wenn das Widget mit einem Doppelklick geklickt wird.
OnContextMenu: Wenn das Widget mit der rechten Maustaste geklickt wird.
OnMouseDown: Wenn das Widget geklickt wurde, die Maustaste aber nicht losgelassen wird.
OnMouseUp: Wenn das Widget geklickt wurde und die Maustaste losgelassen wird.
OnMouseMove: Löst solange aus, wie der Mauszeiger über dem Widget ist.
OnMouseHover: Wenn der Mauszeiger eine Sekunde über dem Widget stillsteht.
OnLongClick: Wenn das Widget geklickt wurde und die Maustaste gehalten wird.
OnKeyDown: Wenn eine Taste auf der Tastatur gedrückt wird, während Text auf dem Widget eingegeben wird.
OnKeyUp: Wenn eine Taste auf der Tastatur losgelassen wird, während Text auf dem Widget eingegeben wird.
OnMove: Wenn das Widget sich bewegt.
OnRotate: Wenn das Widget rotiert wird.
OnResize: Wenn das Widget seine Größe verändert.
OnShow: Wenn das Widget angezeigt wird.
OnHide: Wenn das Widget versteckt wird.
OnFocus: Wenn das Widget fokussiert wird.
OnLostFocus: Wenn das Widget den Fokus verliert.
OnSelectionChange: Wenn in der Droplist eine andere Option ausgewählt wird.
OnSelection: Wenn das Widget selektiert wird.
OnUnselection: Wenn die Selektion des Widgets abgewählt wird.
OnLoad: Wenn das Widget initial beim Start der Seite geladen wird.
OnPanelStateChange: Wenn sich der State des Dynamic Panels ändert.
OnDragStart: Wenn der Drag auf dem Dynamic Panel anfängt.
OnDrag: Wenn das Dynamic Panel gedragged wird.
OnDragDrop: Wenn der Drag auf dem Dynamic Panel endet.
OnSwipeLeft: Wenn das Dynamic Panel von rechts nach links geswiped wird.
OnSwipeRight: Wenn das Dynamic Panel von links nach rechts geswiped wird.
OnSwipeUp: Wenn das Dynamic Panel von unten nach oben geswiped wird.
OnSwipeDown: Wenn das Dynamic Panel von oben nach unten geswiped wird.
OnScroll: Wenn der Inhalt des Dynamic Panels gescrollt wird.
OnScrollUp: Wenn der Inhalt des Dynamic Panels hoch gescrollt wird.
OnScrollDown: Wenn der Inhalt des Dynamic Panels runter gescrollt wird.
OnTextChange: Wenn der Text sich in einem Eingabefeld ändert.
OnItemLoad: Wenn die Elemente des Repeaters geladen werden.
OnItemResize: Wenn die Elemente des Repeaters die Größe verändern.
OnPageLoad: Wenn die Seite geladen wird.
OnWindowResize: Wenn sich die Größe des Browser Fensters ändert.
OnWindowScroll: Wenn das Browser Fenster gescrollt wird.
OnWindowScrollUp: Wenn das Browser Fenster hoch gescrollt wird.
OnWindowScrollDown: Wenn das Browser Fenster runter gescrollt wird.
OnPageClick: Wenn auf der Seite geklickt wird.
OnPageDoubleClick: Wenn auf der Seite mit einem Doppelklick geklickt wird.
OnPageContextMenu: Wenn auf der Seite mit der rechten Maustaste geklickt wird.
OnPageMouseMove: Wenn die Maus auf der Seite bewegt wird.
OnPageKeyDown: Wenn eine Taste auf der Tastatur gedrückt wird.
OnPageKeyUp: Wenn eine Taste auf der Tastatur losgelassen wird.
OnAdaptiveViewChange:   Wenn sich der Adaptive View ändert.
 
14. Dezember, 2015

Neues in Axure 8

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Noch ist Axure 8 seit einigen Monaten in der Betaphase, aber sie bringt bereits einige Neuheiten mit sich. In diesem Beitrag haben wir die aus unserer Sicht wichtigsten Veränderungen zusammengefasst.

1 Das Pen Tool und eigene Shapes

Jedem, der einmal Probleme hatte, seine eigenen Icons oder Flächen zu definieren und dafür nicht extra Photoshop öffnen wollte, ist jetzt geholfen. Mit dem Pen Tool lassen sich ähnlich wie in Illustrator eigene Flächen über Ankerpunkte definieren.

Bild 1 - Pen Tool
 
 
 
 
 

Zu dem ist es möglich, die eigenen Shapes abzuspeichern.

Bild 2  

2 Gruppen haben einen neuen Sinn

Eine der wahrscheinlich größten, strukturellen Veränderungen ist die neue Verwendung von Gruppen. Endlich können gruppierte Elemente auch über Events und Aktionen gemeinsam beeinflusst werden. Eine Gruppe wird in der neuen Version mit einem Ordnersymbol im Widget Manager dargestellt und kann wie ein eigenständiges Widget manipuliert werden.

Bild 3  

3 Weitere Events und Actions

Was ihr vielleicht in den CSS3 Animationen kennt, ist nun auch in Axure 8 möglich. Es lassen sich mit Axure 8 nicht nur alle Widgets über die Action Set Size in ihrer Größe verändern lassen, es ist auch die Action Rotate hinzugekommen. Außerdem lassen sich Elemente bei der Nutzung der Action Show/Hide und Set Panel State über eine neue Animation flippen.
Außerdem ist es von nun an möglich über die Action Set Adaptive View von Widgets aus den View zu ändern. Mit der neuen Action Fire Event lässt isch jedes Event auf einem anderen Widget auszulösen. Das klingt erst mal nerdish, aber hilft, um übersichtlicher zu arbeiten. Wir freuen uns drüber :-)
In Bezug auf Events von Widgets lässt sich feststellen, dass sich die Bandbreite an potenziellen Events auf allen Widgets vergrößert hat. Während in der Version 7 das Dynamic Panel eine Art Vormachtstellung hatte, können nun sehr viele Events auch an anderen Widgets aufgerufen werden.

4 Styling und Dokumentation

Wenn ihr Axure 8 öffnet, fallen zunächst die neu gestylten Default Widgets auf. Diese erinnern nun eher an Flat Design. Zu dem gibt es eine neue Rubrik Markup. In dieser befinden sich designte Shapes, die an Post Its erinnern. Außerdem gibt es das interessante Widget Snapshot. Mit diesem lassen sich andere Seiten oder nur einen Bereich aus diesen als referenziertes Bild anzeigen. Mit dieser Palette an Widgets lassen sich so übersichtlichere Dokumentation anfertigen.

Bild 5 - Markups
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Auch der Widget Style Editor hat sich stark verändert. Dieser hat von nun an keine Unterscheidung zwischen Widget Defaults und Custom Styles mehr, sonder lediglich einen Default Style ,auf dem alle anderen Styles aufbauen und einen Bereich mit den definierten Styles für die einzelnen Elemente. Außerdem können in dieser Version mehrere Styles gleichzeitig bearbeitet werden und man erkennt die grundlegenden Veränderungen in einer Direktvorschau.

Bild 6 - Widget Style Editor

Hat man Widgets einen eigenen Style zugewiesen und verändert diese nachträglich am Objekt, gibt es jetzt die Möglichkeit unter den Properties and Style den globalen Style zu updaten. Dies macht es deutlich einfacher, auf einer Dokumentationsseite alle Style-Ausprägungen übersichtlich darzustellen und über diese gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Bild 7 - Update Styles
 
 
 
 
 
 

Um Abfolgen in der Dokumentation darzustellen, hat bestimmt der ein oder andere von euch schon mal auf die Axure Flow Library zurückgegriffen, da diese Elemente den Vorteil hatten sich über Ankerpunkte miteinander verbinden zu lassen. In der neuen Version kann jedes Widget Element bzw. eine Widget-Gruppe über Ankerpunkte verknüpft werden.

Bild 8 - Ankerpunkte
 

5 Weiteres

Die Entwickler in Kalifornien haben in der Version 8 noch an vielen weiteren Stellen kleinere Veränderungen vorgenommen. So ist das Page Properties Panel nicht mehr am unteren Programmrand zu finden, sondern lässt sich über einen Klick in die Seite erreichen. Die Manipulation erfolgt nun in dem Inspector Bereich, der somit nicht nur die Page Properties, sondern auch die Panels Widget Interactions and Notes und Widget Properties and Style vereinigt.
Des Weiteren können Ecken und Umrandungslinien an Shapes einzelnd angesprochen und in ihrem Style beeinflusst werden.
Auch das Repeater Widget hat zwei entscheidende Neuerung erhalten. Zum einen wirken sich Elemente, die im Repeater versteckt sind, nicht auf die Größe bei der Duplizierung aus und zum anderen können über Dynamic Panels gekachelte Elemente auch unterschiedlich Groß sein.
In dieser Version ist auch außerdem möglich Team Project über den AxShare Server zu hosten und Vektorgrafiken zu verwenden.

6 Fazit

In diesem Beitrag haben wir uns auf die wesentlichen Veränderungen fokussiert. Eine tabellarische Sicht findet ihr im Axure Blog.
Insgesamt wurden sehr viele kleinere Anpassungen an allen möglichen Stellen vorgenommen, die die Funktionalität steigern und das zukünftige Arbeiten mit Axure erleichtern werden. Auch wenn diese Veränderungen sich nicht wie ein Quantensprung anfühlen, werden sie vermutlich einen starken Einfluss auf das effektive Bauen von Prototypen haben.
Prototypen können noch einfacher in High-Fidelity gebaut werden. Und auch die Dokumentation von Interaktionen und Elementen wird einfacher.

 
17. November, 2015

Storyboards für digitale Services und Product Discovery Interview mit Illustratorin Melina Pink

Diesen Workshop mit Illustratorin Melina Pink bietet eparo bereits zum dritten Mal an. Damit ihr unsere Lieblingsillustratorin näher kennenlernt, stellen wir sie euch hier vor:

melinaMelina Pink

Melina hat nach ihrem Fachabitur in Grafik und Gestaltung am Laguna College of Art & Design in Kalifornien einen B.F.A. in 2D Animation gemacht. Dort hat sie u.a. die Grundlagen des Storyboarding und Character Designs gelernt.

Nach dem Studium arbeitete sie als Storyboard-Zeichnerin für verschiedene Agenturen in L.A., bevor sie zurück nach Deutschland ging.
Hier hat sie nicht nur als Illustratorin, sondern auch beim Film und am Theater gearbeitet. Parallel machte sie ihren M.A. in Kultur + Management und arbeitete dann für einige Jahre auf dem internationalen Kunstmarkt.

Anfang 2013 hat sich Melina wieder selbstständig gemacht. Back to the roots sozusagen.

 
Beate: Was sind deine besonderen Eigenschaften?
Melina: Als Illustratorin versuche ich mich immer weiter zu entwickeln und dazu zu lernen. Was das Zeichnen angeht, ist das ein ständiger Prozess, der nie stillsteht. Ich versuche immer an meine Grenzen zu gehen und meine Komfortzone zu verlassen. Dabei interessiere ich mich besonders für Kontraste und die damit verbundenen Spannungsverhältnisse zwischen Altem und Neuem, Urban Art + klassischer Kunst, analoger + digitaler Kunst.
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Beate: Melina, warum bist du Illustratorin geworden?
Melina: Ich habe schon immer gezeichnet und kann mich nicht an einen Zeitpunkt erinnern, wo das nicht der Fall war. Die Illustration ist nicht etwas, wozu ich mich entschlossen habe, sondern sie ist Teil von mir. Mein Großvater hat bereits gezeichnet, vielleicht liegt es in den Genen.
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Beate: Welche Vorbilder hast Du?
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Beate: Du hast dich auf Scribbles, Storyboads und Character für Produkte spezialisiert. Was ist deine absolute Leidenschaft?
Melina: Ich liebe schwarz-weiß Strichzeichnungen sehr. Für mich steht dabei die bildliche Umsetzung einer Idee im Zentrum und wie ich eine Emotion, Botschaft oder Handlung am besten vermitteln kann.
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Beate: Du hast auch für einen beeindruckenden Ebola-Beitrag vom WDR gezeichnet. Was hat dich daran besonders gereizt?
Melina: Gereizt hat mich daran die gesellschaftliche Relevanz des Themas und der menschliche Aspekt. Ich bin kein Arzt und kann in dem Sinne nicht helfen, aber ich kann als Zeichnerin durch meine Bilder einen Beitrag leisten. Das Thema hat mich persönlich sehr bewegt, vor allem während des Zeichnens.
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Beate: An welchen Projekten arbeitest du in deiner Freizeit?
Melina: Ich arbeite immer an mehreren Projekten gleichzeitig. Zur Zeit experimentiere ich gerade mit 2D-animierten Erklärfilmen. Zudem zeichne ich täglich und schraube an meiner Webseite herum.
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Beate: Gibt es so etwas wie einen großen Traum für dich?
Melina: Ich möchte irgendwann meine eigene Grafische Novelle schreiben. Zudem würde ich sehr gerne im Bereich politische Satire/Cartoons arbeiten, um so die Machthaber etwas mit meinem Stift zu piksen. ;-)
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